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Dean Grunwald: Gedanken zum Holocaust-Gedenktag

Dean Grunwald: Gedanken zum Holocaust-Gedenktag

Am heutigen 27. Januar, der Tag an dem Soldaten der Sowjetischen Armee 1945 die Überlebenden des KZ-Auschwitz-Birkenau befreiten, gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus. Mit dem Begriff Holocaust, bezeichnet man in Deutschland mehrheitlich den Massenmord an den europäischen Juden, der für die meisten Menschen mit dem Kriegsbeginn und der Ghettoisierung in den besetzten europäischen Ostgebieten begann. Tatsächlich begann der Holocaust in Deutschland viel früher, auch galt er nicht ausschließlich den Juden. Sinti und Roma, Homosexuelle, Christen aller Konfessionen, Kranke, politisch Andersdenkende und alle die, die nicht in das Weltbild nationalsozialistischer Wahnvorstellungen passten, wurden Opfer des NS-Regimes. Viel ist in den vergangenen Jahren an diesem Gedenktag gesagt und geschrieben worden und so wird auch heute, wieder viel gesagt und geschrieben werden. Berühmte Persönlichkeiten, wie Marcel Reich-Ranicki, der heute im Bundestag in einer Gedenkstunde sprechen wird, sowie Holocaust-Überlebende und Zeitzeugen haben an die Opfer erinnert und die Lebenden gemahnt. Deutsche Politiker, haben ihre Lippenbekenntnisse dazu beigesteuert und mancher hat sich dabei um Kopf- und Kragen geredet. Für mich persönlich, ist der heutige 27. Januar der Tag der Befreiung des KL-Auschwitz, denn das Morden ging im Deutschen Reich noch bis zum 8. Mai 1945, in kaum vorstellbarer Grausamkeit und Dimension weiter. Ich denke, für die Überlebenden, die Hinterbliebenen und Nachfahren der Opfer, bedarf es keines speziellen Gedenktages. Für sie, sind die Erinnerung und der erlittene Verlust, immer gegenwärtig. Meine Gedanken richten sich am heutigen Tage, über die Vergangenheit hinweg in die Gegenwart und Zukunft. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, in der Gegenwart wachsam zu sein, wiedererstarkendem Antisemitismus, Faschismus, Nationalsozialismus und Rassismus die Stirn zu bieten und zu bekämpfen, erscheint mir für die Zukunft wichtiger. Wenn ich in Gedanken die Gegenwärtige Situation in Deutschland betrachte, dann erfüllt mich das mit Schrecken und mir wird für die Zukunft Angst und Bange! Hier nur das...